Profil der Europa Liste für Frankfurt  (ELF)

Die Europa Liste für Frankfurt (ELF) ist eine unabhängige und überparteiliche
Wählergruppe für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt.

Die Europa Liste für Frankfurt (ELF) ist heute schon im Parlament mit Luigi Brillante vertreten.

Unsere Liste besteht aus kritischen Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne deutschen Pass. Wir möchten die ethnische Vielfalt in Frankfurt für gemeinsames Handeln nutzen und das menschliche Maß in Politik und Verwaltung durchsetzen.

Wir haben kein Programm, das in der Praxis wenig bedeutet, sondern ein Profil, das durch unsere Kandidatinnen und Kandidaten und deren gesellschaftliches Handeln und Leben geprägt wird. Es bestehet aus vier Pfeilern:

  • Frankfurt bildungs- und kulturstark
  • Frankfurt integrativ
  • Frankfurt transparent und bürgerfreundlich
  • Frankfurt sozial und gerecht

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten sagen Ihnen vor der Wahl, für welche Projekte sie sich besonders einsetzen werden.

Wir sind Ihr Sprachrohr im Römer!

Mit Ihrer Stimme für die Europa Liste für Frankfurt (ELF) zur Kommunalwahl
am 27. März  2011 unterstützen Sie eine Politik, die frei von Parteizwängen ist.

 

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Frankfurt bildungs- und kulturstark

Schule und Bildung sind der Schlüssel zur Integration. Von besseren Schulbedingungen profitieren alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt

Das deutsche Schulsystem ist hochselektiv und geht von homogenen Schulklassen aus, was in unserer multikulturellen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß ist. Schüler mit Migrationshintergrund stellen in einigen Schulen der Stadt sogar die Mehrheit dar. Besser situierte Eltern versuchen manchmal „problematischen Grundschulen mit hohem Ausländeranteil“ zu entgehen, indem sie aus ihrem Stadtteil wegziehen. Dadurch wird die Gefahr der Ghettobildung jedoch verstärkt, was das Problem der Schulen mit hohem Ausländeranteil wiederum verschärft.

Deutsche Schüler werden im heutigen System durch das Fehlen einer konsequenten und innovativen Politik gegenüber der Migration faktisch genauso vernachlässigt.
Ihre Leistungen leiden auch darunter. Lehrer sind dabei nicht schuld, sondern Opfer des Systems. Bessere Schulbedingungen für alle Schüler und eine bessere Förderung für Migrantenkinder sind also zwei Seiten derselben Medaille!

Wir wollen, dass Zuwanderung nicht mehr als Problem sondern als Chance wahr-
genommen wird. Nur bei jedem dritten Kind in Frankfurt sind beide Elternteile deutsch. Binationale Ehen sind weit verbreitet. Frankfurt kann und soll dieses Potential aktivieren und nutzen, beispielsweise durch die Erweiterung der bilingualen Angeboten in den öffentlichen Schulen, so dass mehr Frankfurter Kinder ohne und mit deutschem Pass zweisprachig aufwachsen können. Die Multikulturalität unserer Stadt soll nicht als Nachteil sondern als Vorteil angesehen werden!

Eine gute Ausbildung ist eine große Ressource, über die unser Land verfügen könnte und müsste, wir sollten sie nicht aufs Spiel setzen! Schule und Bildung sind der Schlüssel zu unserer Zukunft und gleichzeitig zu einer gelungenen Integration. Deutsche und ausländische Eltern lassen sich nicht mehr gegeneinander ausspielen! Im Bildung- und Kulturbereich wollen wir gemeinsam für eine neue politische Prioritätensetzung kämpfen!

Deshalb fordern wir:

  •   Abschaffung der Förderschule für Lernhilfe
  •   Gebührenfreie Kindertagesstätten und ihre Aufwertung zu echten  
Bildungsanstalten
  •   Verlängerte Grundschulzeit und gemeinsame integrative Grundschulen mit  
      Ganztagsbetrieb
  •   Hinführung und Ausbau der Gesamtschulen
  •   Senkung der Klassenstärke auf höchstens 20 Schüler
  •   Keine Zurückstellung der 6-jährigen Kinder vom Schulbesuch
  •   Mehrsprachige und interkulturelle Erziehung in den Kindergärten und Schulen
  •   Ausbau und bessere Finanzierung der Stadtteilbibliotheken zur Leseförderung   
  •   Förderung von multikulturellen Kulturprojekten in Musik, Theater und Kunst

 

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Frankfurt integrativ

Integrationspolitik soll wesentlicher Bestandteil der Kommunalpolitik sein.
Es geht darum, Rahmenbedingungen für eine bessere Integration zu schaffen.

Frankfurt ist eine moderne, multikulturelle und weltoffene Stadt. Ihre ausgeprägte Internationalität ergibt sich nicht nur aus der großen Anzahl der ansässigen globalen Unternehmen und multilateralen Institutionen, sonder auch aus dem besonders hohen Anteil an Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationsintergrund. In einer Stadt,
in der etwa 40% der Menschen einen Migrationshintergrund haben, soll Integrations- politik wesentlicher Bestandteil der Kommunalpolitik sei und zwar in allen Feldern
der Politik!

Wenn man ernsthaft will, dass Migrantinnen und Migranten sich mit dem Ort, in dem sie leben, identifizieren und keine Zuflucht in „Parallelgesellschaften“ suchen, sollten die institutionellen Rahmenbedingungen neu gestaltet werden. Die neuen Frankfurter sollen echte Chancengleichheit und Partizipation an der Gesellschaft erfahren. Wir wollen eine Integrationspolitik, die Identität stiftet! Wir verfolgen keine Integrationspolitik im Sinne einer „Politik gegenüber Ausländern“ sondern wir wollen, dass die Fragen der Migration und Integration bei allen politischen Entscheidungen in allen Feldern der Kommunalpolitik ihren gebührenden Platz haben mit dem Ziel, dass alle Frankfurter gleichgestellt sind.

Von einer Integrationspolitik, die vor der Einwanderung nicht die Augen verschließt, konsequent danach handelt und echte Chancengleichheit garantiert, profitieren alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt!

Deshalb fordern wir: 

  •   Erhöhung der Zahl der Migrantinnen und Migranten in der Stadtverwaltung im 
      Verhältnis zum Bevölkerungsanteil 
  •   Verbesserte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt für Migranten,
      insbesondere für die Stadtverwaltung,  durch Einführung des „Anonymen
      Bewerbungsverfahrens“
  •   Errichtung des bereits 2002 vom Parlament beschlossenen Hauses der Kulturen
  •   Mehrsprachige Integrationsassistentinnen und Integrationsassistenten
  •   Erleichterte Anerkennung der im Ausland erlangten Abschlüsse
  •   Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe. Finanzielle und logistische Förderung der
      Begegnungsstätte für Migrantinnen und Migranten der ersten Generation

 

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Frankfurt transparent und bürgerfreundlich

Mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz bei wichtigen Entscheidungen und
eine bessere Integration sind ergänzende Ziele

Einer stärkeren Übernahme von sozialer Verantwortlichkeit durch die Bürgerschaft (auf Grund knapperer Mittel) muss eine stärkere Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an politisch-administrativen Entscheidungen gegenüberstehen. Sie könnte das Handeln der Politik beim Bürger transparenter und damit letztlich auch  akzeptabler machen.

Beschlüsse im Stadtparlament werden durch Abgeordnete gefasst, die dem Fraktionszwang ihrer Parteien unter stehen. Deshalb können die wenigen Stadtverordnete mit Migrationsintergrund im Stadtparlament die Interessen der ethnischen Minderheiten in Frankfurt kaum richtig vertreten.

Eine höhere Bürgerbeteiligung an wichtigen politischen Entscheidungen und eine Neugestaltung der Politik gegenüber Menschen mit Migrationsintergrund sind also
ergänzende Ziele.

Deshalb fordern wir:

  •   Mehr direkte Gestaltungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen
      Entscheidungen
  •   Senkung der Quoren und Hürden , eine transparentere Informationspolitik und
      Verlängerung der fristen für Bürgerbegehren
  •   Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen aller städtischen Vorhaben
  •   Öffnung des Innenstadtbereichs für alle Bürgerschichten, Bürgerbedürfnisse-
      und Interessen
  •   Bürgergerechte Verwaltungssprache

 

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Frankfurt sozial und gerecht

Mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit erleichtert die Integration
Der Migrantinnen und Migranten und die Situation der Sozialschwache

Die allgemeine Verarmung der Frankfurter Bevölkerung hat auch mit der Kommunalpolitik zu tun: hohe Mieten, explodierende Gas- und Strompreise tragen dazu bei, dass eine Wohnung zum Luxus geworden ist. Zum Beispiel: ABG Holding
(Wohnungsbau) und Mainova (Gas- und Stromversorger) sind 100%ige Töchter-
Gesellschaften der Stadt Frankfurt, also hier könnte und sollte die Stadt die Preispolitik beeinflussen.

Die (noch) bezahlbaren Wohnungen liegen in den Stadteilen, deren Umfeld durch
ein minderwertiges Bildungsangebot (keine Gymnasien und Bibliotheken) und eine unzureichende Infrastruktur (verwahrloste Spielplätze, wenig Sport- und Freizeiteinrichtungen, mangelnde Versorgung durch den Einzelhandel) für besser situierte bildungsorientierte Bürgerinnen und Bürger unattraktiv sind, so dass eine gesunde Durchmischung der Bevölkerungsschichten nicht möglich ist.

Die Kommunalpolitik darf sich nicht unter Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der Behinderten aus der Verantwortung stehlen. Für die Schwerstmehrfach- behinderten, für die das betreute Wohnen nicht in Frage kommt, gibt es in Frankfurt keine 10 Plätze und keine Kurzzeitheime zur Entlastung der pflegenden Angehörigen

Deshalb fordern wir:

  •   Bezahlbarer Wohnraum
  •   Das Stadtparlament gestaltet, bremsend, die Preispolitik ihrer
      Töchtergesellschaften 
  •   Aufwertung einzelner Stadtteilen durch besseres Bildung- Sport- und   
      Freizeitangebot
  •   Kurzzeitheime und stationäre Plätze für Schwerstmehrfachbehinderte
 

Europa Liste für Frankfurt (ELF)

Bethmannstr.3
60311 Frankfurt am Main

Tel.: 069
Fax: 069

e-Mail: info@el-frankfurt.de
Internet: www.el-frankfurt.de